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Schnappatmung.

In genau 48 Stunden rollen die Tieflader an. Während ihr das lest, stehe ich vermutlich gerade irgendwo zwischen Panikattacke und euphorischem Hyperventilieren in einer Baugrube, die bald keine mehr sein wird. Asche auf mein Haupt, dass es hier so ruhig war. Aber wie das so ist: Das Leben passiert, während man Pläne macht – oder in unserem Fall: Während man versucht, Steckdosen zu zählen.

Ich versuche mal, das letzte halbe Jahr im Schnelldurchlauf abzuhandeln, bevor mich die Realität in Form von tonnenschweren Holzwänden überrollt. Also: Anschnallen, wir schalten auf Lichtgeschwindigkeit.

Steckdosen-Mitose

In den Sommerferien stand die „Elektrobemusterung“ an. Klingt harmlos, ist aber ein psychologischer Härtetest für jede Ehe. Wir haben uns viel Zeit genommen. Das Ergebnis? Die Steckdosen haben sich vermehrt wie die Karnickel. Ich glaube, wir haben am Ende dreimal so viele eingezeichnet wie ursprünglich geplant. Man will ja flexibel bleiben, falls man mal spontan drei Staubsauger und vier Lampen in einer 2-Quadratmeter-Nische betreiben möchte.

Dazu hatte ich noch einen Anflug von geistiger Umnachtung: Meine glorreiche Idee war, nur einen einzigen LAN-Anschluss zu legen und den Rest über ein Mesh-WLAN zu regeln. „Wird schon reichen, ist ja modern“, dachte der Physiklehrer in mir. Glücklicherweise hat der Technik-Nerd in mir diesem Unsinn rechtzeitig ein Ende bereitet. Ich bin davon abgekommen (Gott sei Dank!) und werde jetzt mehrere PoE-Netzwerkrouter (Power over Ethernet) installieren, die dann ganz sauber über einen Switch im Technikraum am Hauptrouter zusammenlaufen. Kabel ist durch nichts zu ersetzen, außer durch noch mehr Kabel.
Merke: Wer beim Netzwerk spart, kauft zweimal. Oder flucht ewig.

Der Hahnenkampf: Keitel vs. ATM

Wo Licht ist, ist auch Schatten – oder zumindest bürokratisches Gerangel. Es gab (und gibt) ein kleines Kompetenz-Hickhack zwischen Keitel Haus und der Elektrofirma ATM. In unserem Hausvertrag standen diverse Posten drin: Elektrik für die Garage, Vorbereitung Wallbox, Vorbereitung Videosprechanlage. Klingt gut, oder? Tja, Little did we know… ATM hat diese Posten in der Mehr- und Minderkostenrechnung einfach mal komplett ignoriert. Weg. Nicht existent.

Jetzt „kabbeln“ sich Keitel und ATM darum, wer hier eigentlich zuständig ist und wer die Rechnung schreiben darf. Der Witz an der Sache: Für uns wäre es sogar besser, wenn ATM die Rechnung schreibt. Warum? Weil Keitel da natürlich noch ihren obligatorischen Generalunternehmer-Aufschlag draufhaut. Wenn sich zwei streiten, freut sich in diesem Fall hoffentlich der Bauherr (und sein Geldbeutel). Das war uns vorher so auch nicht klar, aber man lernt ja nie aus.

Das „Grüne Wiese“-Gespräch

Anfang September war es dann endlich soweit: Das legendäre Bauanlaufgespräch. Endlich mal weg von Zoom und E-Mails, hin zu echten Menschen auf echtem Dreck. Wir haben unseren Bauleiter, Herrn Rauchbach, kennengelernt. Der Mann macht einen Eindruck, als könnte ihn selbst ein Meteoriteneinschlag nicht aus der Ruhe bringen. Kompetent, in sich ruhend – wahrscheinlich eine Grundvoraussetzung, wenn man so viele Bauvorhaben gleichzeitig jongliert wie er.

Mit dabei war das Who-is-Who unserer Baustelle:

  • Herr Binder von Peschel Erdbau (die Wühler)
  • Herr Rudolph von Glatthaar Kellerbau (die Betonierer, auch wenn’s bei uns „nur“ die Platte ist)
  • Sogar die Versorger waren da.

Letztere haben dann gleich mal den Klassiker rausgehauen: „Alles kein Problem, rufen Sie uns einfach an.“ Spoiler für mein zukünftiges Ich: Es war natürlich doch ein Problem und ein leeres Versprechen. Vertraue niemals, ich wiederhole: NIEMALS, einem Versorger, der sagt, es sei „einfach“.

Beton-Poesie

Peschel Erdbau hat vorgelegt und eine wirklich hervorragende Grundarbeit geleistet. Dann übernahm Alb Kellerbau mit der Bodenplatte. Ich muss sagen: Chapeau! Der Kontakt war super freundlich. Herr Rudolph war so bemüht, dass er uns teilweise abends um 22:00 Uhr noch Bilder vom aktuellen Baustatus geschickt hat. Das nenne ich mal Service am nervösen Bauherren. Nach drei Tagen war das Ding gegossen und lustig verziert.

Der obligatorische Check durch unseren Bauprüfer von den Fertighausexperten war dann fast schon langweilig: So gut wie nichts zu beanstanden. Ein Traum in Grau. Selbst Herr Rauchbach von Keitel war beeindruckt. Wenn der Prüfer gähnt, freut sich der Bauherr.

Weihnachtsgeschenk aus Stahlbeton

Eigentlich dachten wir: Bodenplatte fertig, Füße hochlegen, Winterschlaf bis Frühjahr 2026. Aber Beton Kemmler hatte andere Pläne. Kurz vor Weihnachten hieß es plötzlich: „Wir liefern dann mal.“ Also stand unsere Garage Monate vor dem Haus auf dem Grundstück. Ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk mit Flachdach.

Rückblickend war das ein genialer Zufall (oder Fügung?). Denn jetzt, zum Stelltermin in zwei Tagen, haben wir direkt einen „Super-Duper-Bauarbeiter-Aufenthaltsraum“. VIP-Lounge mit Betoncharme. Kein nasses Zelt, sondern massive Wände für die Jungs, die unser Haus aufbauen. Manchmal muss man auch Glück haben.

Finale

So, ich hoffe, ich bin jetzt wieder „up to date“. Der Puls ist auf 180, die Kameraakkus sind geladen. In zwei Tagen steht hier ein Haus (hoffentlich). Ich versuche, ab jetzt wieder engmaschiger zu berichten, sofern ich nicht vor Aufregung in Ohnmacht falle.

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